Laptop (zusätzlich) als Handgepäck → Regeln der Airlines

Das Bild zeigt einen sitzenden Passagier am Flughafen mit einem Laptop auf der Schoss.

 

Haben Sie auf Flugreisen teilweise nicht auch ein mulmiges Gefühl im Magen, weil Sie sich nicht ganz sicher sind, ob dieser eine Gegenstand nun wirklich mit in die Kabine darf oder nicht? Mir ging das jedenfalls manchmal so, z. B. mit meinem Laptop. Damit das Ihnen in Zukunft nicht auch so ergeht, möchte Ihnen hier alles Wissenswerte über den Transport von Laptops im Handgepäck näher bringen. Zuerst aber das Wichtigste in Kürze:


Laptops dürfen bei den meisten Fluggesellschaften nebst einem regulären Handgepäckstück – wie beispielsweise ein Trolley, ein größerer Rucksack oder eine größere Tasche (Achtung, Höchstmaße befolgen!)  – mit ins Flugzeug in die Kabine. Laptops fallen dabei in die Kategorie „Kleines Handgepäckstück“ (manchmal auch persönlicher Gegenstand genannt) und die allermeisten Fluggesellschaften erlauben zumindest den Transport von einem solchen Gegenstand nebst dem regulären Handgepäckstück (auch großes Handgepäckstück genannt) in der Kabine. Manche Airlines geben für dieses kleine Gepäckstück max. erlaubte Abmessungen an, andere nicht. Für das primäre Handgepäckstück müssen Sie jedoch immer die von der Airline definierten Höchstmaße befolgen.

Der Guru hat für Sie die ultimative Liste zusammengestellt, in der Sie genau sehen können, welche Fluggesellschaften persönliche Gegenstände zusätzlich zum regulären Handgepäckstück erlauben. Schauen Sie ganz einfach in der Liste unter der letzten Spalte (personal item/kleines Handgepäckstück) nach. In der Tabelle finden Sie ebenfalls die Informationen zu den maximal erlaubten Abmessungen für die Handgepäckstücke und das maximal erlaubte Gewicht. Um die Liste zu filtern, geben Sie oben rechts bei der Liste im Suchfeld einfach die gewünschte Fluggesellschaft ein. 


Laptop im Handgepäck: Was gibt es sonst noch zu beachten?

Was den Transport von Laptops und Notebooks im Handgepäck angeht, so gibt es noch ein paar weitere wichtige Dinge zu beachten. Fragen, die hier aufkommen sind unter Anderem: Dürfen Sie Ihren Computer während des Fluges benutzen? Müssen Sie dazu besondere Vorkehrungen treffen oder gar das Flugpersonal darüber informieren? Wie sieht es mit der Benutzung während des Starts und der Landung des Flugzeugs aus?

 

Verwendung Ihres Laptops während des Flugs

Laptops dürfen während des Flugs generell verwendet werden. Allerdings gibt es gewisse Einschränkungen:

  • Während des Start- und Landevorgangs muss Ihr Laptop/Notebook sicher in Ihrem Handgepäck verstaut sein.
  • Das Flugpersonal oder die Piloten-Crew kann in seltenen Fällen ein komplettes Verbot für alle elektronischen Geräte anfordern. Dem müssen Sie natürlich Folge leisten.
  • Damit Sie Ihren Computer während des Fluges nutzen dürfen, müssen Sie diesen, ähnlich wie bei den Smartphones, in den Flugmodus stellen. Wie Sie dies genau tun können, erfahren Sie im nächsten Abschnitt. Der Flugmodus muss auch für andere elektronische Geräte eingeschaltet werden, beispielsweise bei Smartphones und Tablets.

So schalten Sie den Flugmodus auf Ihrem Laptop ein: MAC (alle Versionen)

Sie finden den Flugmodus auf Ihrem Macbook Pro nicht? Damit sind Sie garantiert nicht alleine, denn es gibt in dem Sinne keinen richtigen Flugmodus! Den Flugmodus auf Ihrem Macbook (Pro) aktivieren heißt dementsprechend ganz einfach: WLAN und Bluetooth deaktivieren.

Um Ihr WLAN zu deaktivieren, klicken Sie ganz einfach oben in der Taskliste auf das WLan-Symbol und wählen Sie die Funktion „WLAN deaktivieren“ aus.

 

Um Bluetooth zu deaktivieren, halten Sie ebenfalls in der Taskleiste am oberen Rande Ihres Bildschirms Ausschau und klicken anschließend auf das Bluetooth Symbol. Dort wählen Sie ganz einfach „Bluetooth deaktivieren“.

Bild zeigt Taskleiste eines Macbook Pros

 

Das wärs. Nun befindet sich Ihr Mac im sogenannten Flugmodus und darf während des Fluges (abgesehen von Start/Landung) verwendet werden.

 

So schalten Sie den Flugmodus auf Ihrem Laptop ein: WINDOWS (Windows 10)

Windows User haben den Vorteil, dass Windows tatsächlich über einen dedizierten Flugmodus verfügt. Um diesen zu deaktivieren und so folglich jegliche Netzwerkkommunikation zu unterbinden, gehen Sie wie folgt vor:

  • Klicken Sie unten links auf dem Desktop auf das Windows Logo und dann dort auf „Einstellungen“.
  • Klicken Sie dort die Kategorie „Netzwerk und Internet“ an und öffnen dann den Reiter „Flugzeugmodus“
  • Hier müssen Sie nun nur noch die erste Option aktivieren, um in den Offline-Modus zu wechseln und so den Flugmodus zu aktivieren.
  • Voilà. Ihr Gerät ist nun bereit für die Nutzung während des Fluges!

Bei älteren Windows-Versionen gibt es je nachdem auch keinen dedizierten Flugmodus. In diesem Falle deaktivieren Sie am besten einfach WLAN und Bluetooth und sonstige Netzwerk-fähige Geräte.

 

Gibt (gab) es nicht ein Verbot für Laptops im Handgepäck für Reisen in USA?

Aus Angst vor Sprengstoffanschlägen hatten die USA einigen Ländern den Transport von Laptops im Handgepäck für Reisen in die USA im vergangenen März verboten.

Hintergrunde dafür waren angebliche Erkenntnisse von US-Terror-Experten, die befürchteten, dass Terrororganisation unter Umständen Sprengsätze in Laptops und anderen elektronischen Geräten verbergen könnten. Wieso aber gerade in elektronischen Geräten wie Tablets oder Laptops? Experten zufolge ist es so, dass Sprengstoff und Computerakkus nur schwer voneinander zu unterscheiden sind.

Bild zeigt einen Suchhund, der an einem Handgepäckstück schnüffelt

Suchhunde sind nur eine der geforderten Maßnahmen, um Sprengstoffe im Handgepäck ausfindig zu machen. Die USA fordern Europa und weitere Länder (Airlines) dazu auf, die Sicherheitsvorkehrungen zu verschärfen. Bei Nichteinhalt droht ein Flugverbot.

Während EU-Länder und die allermeisten restlichen europäischen Länder nicht von diesem Verbot betroffen waren, durften Passagiere auf Direktflügen aus Amman (Jordanien), Kuwait-Stadt, Kairo, Istanbul, Dschidda (Saudi Arabien), Riad, Casablanca, Doha, Dubai und Abu Dhabi in die USA seit März 2017 nicht mehr in der Flugzeugkabine transportieren. Im Frachtraum der Maschine allerdings schon (Aufgabegepäck). Die USA verlangten im Anschluss darauf für Flüge von diesen Destinationen aus in die USA eine Instandsetzung von verbesserter Technologie zur Sprengstofferkennung und den Einsatz von zusätzlichen Sicherheitsvorkehrungen wie z. B. Suchhunde. Diese Forderungen wurden von den betroffenen Reisezielen allesamt umgesetzt und so wurde das Kabinenverbot für Laptops in Folge wieder aufgehoben.

Allerdings fordert die USA in Zukunft auch für Flüge von Europa aus strengere Sicherheitskontrollen, verzichtet aber (vorläufig) auf ein komplettes Laptop-Verbot. Das genaue Zeitfenster für die Umsetzung ist allerdings nicht bekannt, jedoch würden die Fluggesellschaften für die Umsetzung der Maßnahmen genügend Zeit erhalte, so ein Mitarbeiter des amerikanischen Heimatschutzministeriums gegenüber der schweizerischen Zeitung NZZ.

Aus Sicherheitsgründen werde das Ministerium darüber hinaus was die Maßnahmen angeht nicht ins Detail gehen. „Die neuen Maßnahmen werden sichtbar und unsichtbar sein“, sagte ein Sprecher des Heimatschutzministeriums ebenfalls gegenüber der NZZ.

 

An Reiseadapter und Spannungswandler denken

Vergessen Sie bitte nicht daran zu denken, dass Sie eventuell im Ausland einen Reiseadapter oder vielleicht sogar auch noch einen Spannungswandler (Reisen in die USA!) für Ihre elektronischen Geräte brauchen.

Was allerdings Ihren Laptop angeht, so werden Sie wohl höchstens einen Reiseadapter brauchen (einen Reiseadapter brauchen Sie, falls im Zielland andere Steckertypen im Gebrauch sind als in Ihrem Land!), ein Spannungswandler ist für die modernen Laptops in der Regel nicht notwendig, da diese, respektive die Ladekabel, dafür ausgelegt sind, um auf verschiedenen Stromnetzen – auch ohne Spannungswandler – zu funktionieren.

Ob dem auch so ist, können Sie ganz einfach dem Ladekabel entnehmen. Wenn dort beispielsweise unter Input 100 – 240 V steht, dann unterstützt ihr Ladekabel das europäische Netz (230 V) wie auch das amerikanische Netz, welches in der Regel auf einer Netzwechselspannung von 120 V läuft.

Weitere Informationen dazu finden Sie in unserem nützlichen Beitrag Ladekabel, Ladegeräte und Powerbank im Handgepäck. In diesem Beitrag finden Sie dann auch noch einen Link zu der Seite Marco Polo, wo Sie genau sehen können, in welchem Land welche Steckertypen gebräuchlich sind.

Sehr nützliche Webseite wie ich finde, jedenfalls für jemandem wie mich, der aus der Schweiz stammt, denn unsere Laptops hier in der Schweiz werden oft mit Ladekabel geliefert, die mit dem Steckertyp J ausgestattet sind  – einem der zwei gängigen Steckertypen in der Schweiz – und leider ist es so, dass dieser Steckertyp in der Welt nur ganz selten vorkommt und ich dann entsprechend bei fast jeder Reise auf einen Reiseadapter (zum Glück habe ich einen verlässlichen Universal-Reiseadapter gefunden) angewiesen bin.