Alles Wissenswerte über die Mobile Bordkarte

Alles Wissenswerte über die Mobile Bordkarte

 

Was ist die „Mobile Bordkarte“?

Die mobile Bordkarte ist das digitale Pendant zur Print-Bordkarte. Sie wird auf dem Smartphone gespeichert und dient anstelle der ausgedruckten Bordkarte als Ihr reguläres Flugticket. Die Mobile Bordkarte kriegen Sie in der Regel beim Einchecken über den Mobile Check-in, den Sie je nach Airline bereits viele Tage vor Abflug bequem über Ihr Smartphone (meist über eine App, die von der Airline zur Verfügung gestellt wird oder ansonsten über die offizielle Webseite der Airline) vornehmen können. 

 

Welche Vorteile bietet Ihnen die mobile Bordkarte?

Eine mobile Bordkarte bringt viele Vorteile und bietet sich dementsprechend für praktisch jedermann an. Die Vorteile sind unter anderem:

  • Die mobile Bordkarte macht das Drucken der Tickets in aller Regel überflüssig
  • Die mobile Bordkarte kann ganz einfach auf dem Handy gespeichert werden und nimmt so keinen Platz weg
  • Die mobile Bordkarte ist durch ihre digitale Natur natürlich viel umweltfreundlicher als Print-Bordkarten
  • Wenn Sie nur mit Handgepäck reisen und bereits die mobile Bordkarte auf dem Handy gespeichert haben, dann können Sie am Flughafen in vielen Fällen direkt zur Sicherheitskontrolle gehen
  • Achtung: Bei manchen Airlines ist es Pflicht, entweder einen Online Check-in oder einen Mobile Check-in vorzunehmen. Dies ist etwa bei Ryanair, Laudamotion und Wizz Air der Fall. Wer hier nicht online (entweder per Online Check-in oder über den mobilen Check-in) eincheckt, der zahlt am Flughafen Gebühren für den Check-in und das Ausdrucken der Bordkarte

 

Wie komme ich zu meiner mobilen Bordkarte?

Um an die mobile Bordkarte zu gelangen, müssen Sie sich bei Ihrer Airline per Mobile Check-in einchecken.

In vielen Fällen müssen Sie dazu die offizielle App der entsprechenden Airline nutzen. Bei manchen Airlines ist der Mobile Check-in aber auch einfach über die Webseite der Airline möglich.

Aber auch wer den Online Check-in nutzt, hat am Ende des Prozesses bei manchen Airlines die Möglichkeit, sich die mobile Bordkarte zusenden zu lassen, etwa per E-Mail oder manchmal auch per SMS/MMS).

Der Mobile Check-in ist bei vielen Fluggesellschaften in drei einfachen Schritten möglich:

  • Laden Sie die offizielle App der Airline auf Ihr Handy runter (bei manchen Airlines ist allerdings keine App erforderlich und Sie können den Mobile Check-in in diesem Falle einfach direkt über die Airline-Webseite vornehmen)
  • Öffnen Sie die App und tippen Sie die erforderlichen Angaben ein (beispielsweise Nachname + Buchungsnummer / E-Ticket-Nummer)
  • Checken Sie nun per Mobile Check-in ein, nehmen ggf. die Sitzplatzreservierung vor und speichern Sie dann Ihre mobile Bordkarte auf dem Handy

Falls Sie ein iPhone haben, dann speichern Sie die mobile Bordkarte am besten auch gleich noch in der App Apple Wallet ab, damit Sie auch offline Zugriff auf die Bordkarte haben! Alternativ können Sie auch einen Screenshot von der mobilen Bordkarte machen und diesen dann offline nutzen.

Falls Sie ein Android-Gerät benutzen, dann können Sie Ihre Bordkarte in Google Pay speichern, um später dann Offline-Zugriff darauf zu haben.

 

Welche Informationen werden auf der mobilen Bordkarte angezeigt?

Auf der mobilen Bordkarte finden Sie in der Regel folgende Informationen:

  • QR-Code. Über diesen Code wird Ihre mobile Bordkarte gescannt.
  • Vorname und Nachname des Passagiers
  • Flugnummer
  • Abflughafen und Zielflughafen
  • Das Terminal (ab welchem Flughafen-Terminal wird der Flug ausgeführt)
  • Abflugszeit und Ankunftszeit
  • Buchungsnummer
  • Datum der Flugreise
  • Ihre Sitzplatznummer und die Sequenznummer (Die Sequenznummer zeigt die Reihenfolge, in der Passagiere eingecheckt haben. Wenn bei Ihnen da beispielsweise 16 steht, dann haben Sie als 16. Passagier den Check-in vorgenommen)
  • Oftmals finden Sie auf der mobilen Bordkarte auch noch einen direkten Link zur Apple Wallet, in der sich die mobile Bordkarte direkt speichern lässt

 

Mobile Bordkarte auf dem Handy, aber Akku leer?

Smartphones sind zwar ganz schön schlau und lösen so manches Problem, doch wenn es um den Akku dieser Dinger geht, so geben diese leider nach wie vor ziemlich schnell den Geist auf. Was ist also zu tun, wenn Sie am Flughafen mit Schrecken feststellen müssen, dass Ihr Smartphone mal wieder keinen Saft mehr hat? Grundsätzlich haben Sie hier meist zwei Optionen:

  • An den meisten Flughäfen gibt es diverse Aufladestationen für mobile Geräte. Suchen Sie eine solche auf und hauchen Sie Ihrem Smartphone neues Leben ein
  • Gehen Sie zum Check-in-Schalter und lassen Sie sich Ihre Bordkarte dort ausdrucken. Verfügt Ihre Airline über Check-in-Automaten (Digital Kiosks), dann können Sie die Tickets unter Umständen auch dort ausdrucken. Das Ausdrucken der Bordkarte am Check-in-Schalter ist so gut wie immer möglich, allerdings erheben diverse Airlines dafür saftige Gebühren! Vor allem bei Low-Cost-Airlines kann dies ganz schön teuer werden

Haben Sie vielleicht noch eine Powerbank zu Hause? Falls ja, dann nehmen Sie diese im Zweifelsfalle besser mit an den Flughafen, einfach um sicherzustellen, dass sie Ihr Smartphone nicht im Stich lässt!

 

Wann (wo) müssen Sie die mobile Bordkarte am Flughafen vorzeigen?

Da die mobile Bordkarte in der Regel die Print-Bordkarte ersetzt, muss diese folglich auch überall dort vorgezeigt werden, wo auch die ausgedruckte Bordkarte vorgezeigt werden muss. Insbesondere also:

  • Bei der Sicherheitskontrolle
  • Ev. bei der Passkontrolle
  • Bei Einkäufen im Duty-Free-Shop
  • Am Gate beim Boarding

 

Mobile Bordkarten: Nicht an allen Flughäfen gültig

So praktisch der Mobile Boarding Pass auch ist, gibt es leider immer noch diverse Flughäfen, die die digitalen Flugtickets nicht akzeptieren. Erkundigen Sie sich vor dem Antreten Ihrer Flugreise also unbedingt darüber, ob mobile Bordkarten an Ihrem Flughafen überhaupt akzeptiert werden oder nicht.

Welche Flughäfen unterstützen die Mobile Bordkarte also überhaupt?

Folgende deutsche Abflughafen unterstützen die mobile Bordkarte:

  • Berlin (TXL)
  • Berlin (BER)
  • Düsseldorf (DUS)
  • Frankfurt (FRA)
  • Hamburg (HAM)
  • Hannover (HAJ)
  • Köln (CGN)
  • München (MUC)
  • Stuttgart (STR)

 

Folgende schweizerische Flughäfen unterstützen die mobile Bordkarte:

  • Zürich (ZRH)
  • Basel (BSL)
  • Genf (GVA)

 

Folgende österreichische Flughäfen unterstützen die mobile Bordkarte:

  • Wien (VIE)

 

Vorsicht bei Codesharing-Flügen

Bei Codesharing-Flügen, beispielsweise auf einem Flug, den Sie zwar über Lufthansa gebucht haben, allerdings beispielsweise von Eurowings oder SWISS durchgeführt wird, können Sie wahrscheinlich keine mobilen Bordkarten nutzen. Hier müssen Sie meist auf Print-Bordkarten zurückgreifen.

Bei Codesharing-Flügen ist es in der Regel so, dass Sie bei der Airline (online) einchecken können, die den ersten Flug durchführt. Dort sollten Sie dann auch die Informationen kriegen, wie Sie zu den Bordkarten für die weiteren Flüge kommen.

 

Ab wann können Sie die Bordkarten über den Mobile Check-in beziehen?

Wie bereits erwähnt, müssen Sie sich zuerst per Mobile Check-in einchecken, um Zugang zu Ihrer digitalen Bordkarte zu erhalten. Je nach Airline sind hier die Check-in-Zeiten (Zeitfenster) unterschiedlich. Sobald Sie bei der jeweiligen Airline per Mobile Check-in eingecheckt sind, können Sie gleich Ihre Bordkarte abrufen und speichern.

Hier eine kleine Übersicht, die zeigt, ab wann der Mobile Check-in bei den verschiedenen Fluggesellschaften möglich ist:

  • Austrian Airlines Mobile Check-in: frühestens 47 Stunden vor Abflug
  • British Airways Mobile Check-in: frühestens 24 Stunden vor Abflug
  • Condor Mobile Check-in: frühestens 24 Stunden vor Abflug
  • EasyJet Mobile Check-in: bereits 30 Tage vor Abflug möglich
  • Ryanair Mobile Check-in: bereits 60 Tage vor Abflug nutzbar, allerdings nur dann, wenn Sie einen kostenpflichtigen Sitzplatz reservieren oder im Plus-Tarif/Flexi-Plus-Tarif unterwegs sind
  • Laudamotion Mobile Check-in: hier gilt prinzipiell dasselbe wie auch bei Ryanair
  • Lufthansa Mobile Check-in: frühestens 23 Stunden vor Abflug

 

Das Einchecken über den Online Check-in bietet Ihnen bei vielen Fluggesellschaften ebenfalls die Möglichkeit, am Ende des Check-in-Prozesses an Ihre mobile Bordkarte zu gelangen und ist bei diversen Airlines bereits viele Tage vor Abflug möglich, oft allerdings auch nur dann, wenn Sie einen kostenpflichtigen Sitzplatz reservieren oder in einem der teureren Reisetarife unterwegs sind.

Bei Ryanair können Sie beispielsweise bereits 60 Tage vor Abflug einchecken (Voraussetzung: Kauf eines Sitzplatzes oder im Flexi-Plus-Tarif unterwegs) und Ihre Bordkarte einsehen, beziehungsweise auf Ihrem Smartphone speichern.

 

Verwandte Fragen

 

Muss ich online sein, um meine Bordkarte auf dem Handy einzusehen?

Nicht unbedingt. Bei manchen Airlines lässt sich die Bordkarte über die App auch dann öffnen, wenn Sie offline sind. Allerdings ist die Nutzung der App dann natürlich nur beschränkt möglich. Um sicherzustellen, dass Sie die Bordkarte garantiert auch öffnen können, sollten Sie die Bordkarte zusätzlich in der App Apple Wallet (standardmäßig auf dem iPhone installiert) oder in einer vergleichbaren Android-App (z. B. Google Pay) speichern.

 

Können über ein einzelnes Handy mehrere mobile Bordkarten vorgewiesen werden?

Sagen wir mal, Sie haben eine Familienbuchung vorgenommen und möchten dann über Ihr Handy gleich alle mobilen Bordkarten zeigen, geht das? Nein, bei den meisten Airlines geht das nicht. Im Normalfall ist es so, dass jeder Passagier seine mobile Bordkarte selbst auf dem eigenen Smartphone speichern und vorzeigen muss.

 

Ist eine eBordkarte dasselbe wie eine mobile Bordkarte?

Nein, mit einer eBordkarte ist in aller Regel eine Bordkarte gemeint, die Sie selbst ausdrucken. Eine eBordkarte kriegen Sie normalerweise über den Online Check-in, sprich nach dem Online Check-in haben Sie die Möglichkeit, eine solche eBordkarte gleich auszudrucken oder sich auf die E-Mail senden zu lassen, um diese dann später auszudrucken.

 

Kann ich die mobile Bordkarte nur über den Mobile Check-in kriegen?

Bei manchen Fluggesellschaften ist es auch möglich, sich die mobile Bordkarte per E-Mail (ev. auch per SMS) nach erfolgreichem Online Check-in zustellen zu lassen. Dies ist beispielsweise bei Lufthansa der Fall.

 

Kann ich die mobile Bordkarte nachträglich noch erhalten, auch wenn ich mich über den Online Check-in angemeldet habe?

Bei vielen Fluggesellschaften geht das, in dem Sie sich nachträglich einfach über die App anmelden (manchmal ist nicht einmal eine Registrierung notwendig; die Eingabe einiger Daten wie Nachname, Buchungsnummer/E-Ticket-Nummer reicht eventuell schon). Dort erhalten Sie dann Zugriff auf Ihre mobile Bordkarte.

 

Kann die Bordkarte ab PDF gescannt werden?

Wenn Sie Ihre Bordkarte als PDF zugeschickt bekommen sollten, dann müssen Sie diese zwingend ausdrucken, denn die Bordkarten können bei manchen Airlines nicht ab PDF (geöffnet auf dem Handy!) gescannt werden. Wenn Sie den Mobile Check-in nutzen, dann müssen Sie demnach zwingend über eine mobile Bordkarte verfügen.

 

Was bedeutet „SSSS“ auf der Bordkarte?

Falls Sie auf Ihrer Bordkarte ein mysteriöses „SSSS“ vorfinden sollten, dann bedeutet dies Folgendes: „Secondary Security Screening Selection“. Es handelt sich dabei um eine Maßnahme, die in den USA zur erhöhten Flugsicherheit angewandt wird, indem „auffällige“ Passagiere einer besonders ausführlichen Sicherheitskontrolle unterzogen werden. Sehen Sie hier, was die Gründe für ein solches SSSS auf der Bordkarte sein können.